Ein Peugeot 806 gehörte Mitte der 1990er-Jahre eigentlich auf Familienparkplätze, vor Ferienhäuser oder vor die Tore von Schulen. Doch 1995 entstand in Belgien eine Version des Großraumvans, die mit dieser gewöhnlichen Rolle kaum noch etwas gemeinsam hatte. Kronos Racing verwandelte einen 806 mit Unterstützung von Peugeot Belgien in einen echten Rennwagen und meldete ihn für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps.

Der Peugeot 806 Procar war dabei weit mehr als ein langsam fahrender Werbegag. Pascal Witmeur, Éric Bachelart und Philip Verellen qualifizierten die Startnummer 86 auf dem zwölften Gesamtrang und damit auf die sechste Startreihe. In seiner Kategorie bedeutete das sogar Platz drei. Erst ein Motorschaden in der zehnten Rennstunde beendete eines der ungewöhnlichsten Projekte in der Geschichte des belgischen Langstreckenrennens.

Die Idee entsteht bei Peugeot Belgien

Hinter dem Projekt stand vor allem Pascal Witmeur. Der Belgier war nicht nur Rennfahrer, sondern arbeitete gleichzeitig im Umfeld des Marketings von Peugeot Belgien und war in die Organisation der belgischen Procar-Meisterschaft eingebunden. Damit verband er zwei Bereiche, die für die Entstehung des ungewöhnlichen Projekts entscheidend waren: Motorsport und Werbung.

Der Peugeot 806 war damals noch ein vergleichsweise neues Modell. Der Van war gemeinsam mit Citroën Evasion, Fiat Ulysse und Lancia Zeta innerhalb des sogenannten Eurovan-Projekts entstanden und wurde seit 1994 angeboten. Für Peugeot bestand die Herausforderung darin, einem praktischen Großraumfahrzeug eine eigene Identität zu geben. Genau an diesem Punkt setzte Witmeurs Idee an.

Bei einer Besprechung brachte er den Gedanken ins Spiel, einen Peugeot 806 bei den 24 Stunden von Spa einzusetzen. Dahinter stand eine klare Marketingüberlegung: Ein Fahrzeugtyp, der von vielen Kunden vor allem als nüchterner Familientransporter wahrgenommen wurde, sollte auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken Europas demonstrieren, dass er auch mit Motorsport und Dynamik verbunden werden konnte.

Eine Lücke im Reglement macht den Renn-Van möglich

Die Idee allein reichte allerdings nicht. Ein Peugeot 806 passte kaum in das übliche Bild eines Rennwagens, und Witmeur musste zunächst klären, ob ein solcher Einsatz überhaupt zulässig war. Eine Möglichkeit bot die Procar-Kategorie, in der sich das ungewöhnliche Konzept innerhalb der geltenden technischen Bestimmungen realisieren ließ.

Witmeur erinnerte sich später daran, dass vor allem der belgische Automobilverband RACB von dem Projekt überzeugt werden musste. Entscheidend war jedoch: Es gab einen regelkonformen Weg, den 806 für Spa aufzubauen. Damit unterschied sich das Projekt grundlegend von spektakulären Demonstrationsfahrzeugen wie dem Renault Espace F1. Der Peugeot sollte nicht nur bei Veranstaltungen vorgeführt werden, sondern tatsächlich ein 24-Stunden-Rennen bestreiten.

Dass der Van wirklich antreten sollte, machte die Aufgabe erheblich komplizierter. Ein Showcar musste einige schnelle Runden überstehen. Für Spa musste dagegen ein Fahrzeug entstehen, das im Verkehr mit echten Tourenwagen konkurrenzfähig war und möglichst viele Stunden Dauerbelastung aushielt.

Kronos Racing bekommt nur rund zwei Monate Zeit

Als das Projekt konkrete Formen annahm, war bereits Mai 1995. Bis zu den 24 Stunden von Spa Ende Juli blieben deshalb nur ungefähr zwei Monate. Mit der technischen Umsetzung wurde Kronos Racing beauftragt. Das belgische Team erhielt Unterstützung von Peugeot und griff für den Aufbau auf bereits vorhandene Rennsporttechnik der Marke zurück.

Die Karosserie blieb tatsächlich die eines Peugeot 806. Sie wurde allerdings für den Renneinsatz verstärkt und mit einem eigens angefertigten Überrollkäfig von AMP versehen. Im riesigen Innenraum verschwanden die Sitzreihen und nahezu alles, was ein Serienfahrzeug komfortabel machte. Übrig blieb eine auf den Fahrer und die Anforderungen des Rennbetriebs reduzierte Konstruktion.

Gerade die Verwendung der echten 806-Karosserie war für das Projekt entscheidend. Peugeot wollte keinen beliebigen Rennprototypen bauen und anschließend eine Van-ähnliche Außenhaut darüberlegen. Der Wiedererkennungswert des Serienmodells gehörte zur gesamten Idee.

Technik aus dem Peugeot-Rennsportregal

Für den Antrieb musste Kronos ebenfalls nicht bei null beginnen. Der Zweiliter-Vierzylinder stammte aus dem Umfeld des Peugeot 306 Maxi und leistete im 806 ungefähr 280 PS. Auch bei den Fahrwerkskomponenten griff das Team auf vorhandene Renntechnik zurück. Als Basis dienten Teile des Peugeot 405 Mi16 Supertourisme.

Damit entstand unter der ungewöhnlich hohen Karosserie ein durchaus ernst zu nehmender Tourenwagen. Die Leistung war für ein Fahrzeug dieser Klasse konkurrenzfähig, das Fahrwerk hatte mit einem serienmäßigen Familienvan kaum noch etwas gemeinsam und die Karosserie war für den Einsatz auf der Rennstrecke entsprechend versteift worden.

Der Frontantrieb blieb erhalten. Gerade dadurch blieb der 806 technisch näher an den damaligen Tourenwagen als an einem frei entwickelten Sportprototypen. Das Ergebnis war kein extremer Fantasie-Rennwagen, sondern eine ungewöhnliche Kombination aus echter Van-Karosserie und vorhandener Peugeot-Wettbewerbstechnik.

Der 806 sollte vor allem Aufmerksamkeit erzeugen

Technisch war der Peugeot bemerkenswert. Für Witmeur und Peugeot Belgien war das Projekt aber ebenso klar eine Marketingaktion. Besonders interessant ist, wie gezielt die Kampagne auf potenzielle Van-Käufer ausgerichtet wurde.

Witmeur berichtete später, Peugeot habe Adressen von Besitzern konkurrierender Großraumlimousinen wie Renault Espace und Volkswagen Sharan genutzt und Familien gezielt nach Spa eingeladen. Rund 2.800 Menschen seien dieser Einladung gefolgt. Zusätzlich entstanden Tausende Poster rund um den ungewöhnlichen Rennwagen.

Damit wurde die Teilnahme bereits vor dem eigentlichen Rennen zu einem Kommunikationsprojekt. Der entscheidende Unterschied zu einem reinen PR-Fahrzeug blieb jedoch bestehen: Der 806 musste anschließend auf der Strecke beweisen, dass die Kampagne nicht in einer langsamen Demonstrationsfahrt endete.

Genau das gelang überraschend gut.

Startplatz zwölf: Der Familienvan ist tatsächlich schnell

Pascal Witmeur teilte sich das Fahrzeug mit Éric Bachelart und Philip Verellen. Im Qualifying zeigte sich erstmals deutlich, dass Kronos in den wenigen Wochen ein ernsthaftes Rennfahrzeug gebaut hatte.

Mit einer Zeit von 2:49,850 Minuten qualifizierte sich der Peugeot 806 auf dem zwölften Gesamtrang. Vor ihm standen vor allem deutlich konventionellere Rennfahrzeuge von BMW, Audi, Opel und Honda. In seiner eigenen Kategorie erreichte der 806 den dritten Platz.

Das Resultat war entscheidend für die spätere Wahrnehmung des Projekts. Der 806 war nicht deshalb bemerkenswert, weil ein Familienvan überhaupt auf einer Rennstrecke auftauchte. Er war bemerkenswert, weil dieser Familienvan schnell genug war, um einen erheblichen Teil des Feldes hinter sich zu lassen.

Im Starterfeld fanden sich unter anderem BMW M3, Peugeot 306, Opel Astra, Citroën ZX und zahlreiche weitere klassische Tourenwagen. Einige davon mussten im Qualifying tatsächlich hinter der Startnummer 86 Aufstellung nehmen. Der Werbegag hatte damit bereits vor dem Rennstart sportliche Substanz bekommen.

Warum der Peugeot bei der Konkurrenz nicht nur Begeisterung auslöste

Die ungewöhnliche Form des 806 sorgte trotzdem für Diskussionen. Ein hoher Van zwischen vergleichsweise flachen Tourenwagen war Anfang der 1990er-Jahre kein vertrauter Anblick im Rennsport. Entsprechend skeptisch reagierten Teile des Fahrerlagers auf das Fahrzeug.

Spätere Berichte beschreiben, dass vor allem die hohe Karosserie und der damit verbundene Eindruck eines hohen Schwerpunkts zu Sicherheitsbedenken führten. Letztlich durfte das Fahrzeug jedoch antreten. Witmeur selbst erinnerte sich daran, dass die Konkurrenz den ungewöhnlichen Van keineswegs uneingeschränkt willkommen hieß.

Die Qualifying-Zeit dürfte diese Skepsis kaum reduziert haben. Ein exotisches Fahrzeug weit hinten im Feld wäre leicht als Marketingaktion abzutun gewesen. Ein Peugeot 806 auf Startplatz zwölf musste dagegen auch sportlich ernst genommen werden.

Bei Raidillon wurde der 806 zum Publikumsliebling

Im Rennen zeigte sich eine weitere Besonderheit des Fahrzeugs. Trotz des stark modifizierten Fahrwerks blieb der 806 deutlich höher als die üblichen Tourenwagen. Seine Karosseriebewegungen waren entsprechend auffällig.

Pascal Witmeur berichtete später, dass der Peugeot bei seinen Runden immer wieder auf zwei Räder kam. Besonders die Durchfahrten durch Raidillon entwickelten sich zum Spektakel. Witmeur erinnerte sich daran, dass die Zuschauer dort bei den Vorbeifahrten des Vans applaudierten.

Genau diese Mischung machte den 806 so wirkungsvoll. Das Fahrzeug sah ungewöhnlich aus, bewegte sich spektakulär und war gleichzeitig schnell genug, nicht bloß als rollendes Hindernis wahrgenommen zu werden.

Damit erfüllte sich Witmeurs Marketingidee praktisch im laufenden Rennen. Ein Familienvan, der normalerweise kaum mit Motorsport verbunden wurde, erzeugte auf einer der bekanntesten Rennstrecken Europas mehr Aufmerksamkeit als viele klassische Rennlimousinen.

Ein echtes 24-Stunden-Rennen bleibt die größere Hürde

Ein schnelles Qualifying und ein vollständiges 24-Stunden-Rennen waren allerdings zwei völlig unterschiedliche Aufgaben. Genau hier machte sich die extrem kurze Entwicklungszeit bemerkbar.

Der Peugeot musste während des Rennens mit mehreren technischen Problemen kämpfen. Zeitgenössische und spätere Berichte nennen unter anderem Schwierigkeiten im Bereich der Bremsen und der Ölversorgung. Andere mechanische Probleme führten zu zusätzlichen Arbeiten an der Box. Statt konstant über viele Stunden durchzufahren, verlor der 806 zunehmend Zeit.

Bei einem Fahrzeug, das innerhalb weniger Wochen aus verschiedenen vorhandenen Komponenten aufgebaut worden war, war das kaum überraschend. Die Konstruktion hatte zwar genügend Geschwindigkeit, doch für die besondere Dauerbelastung eines 24-Stunden-Rennens fehlte die umfangreiche Entwicklungs- und Erprobungsphase klassischer Werksprogramme.

Trotzdem kehrte das Auto nach Problemen mehrfach auf die Strecke zurück. Erst in der Nacht war das Rennen endgültig vorbei.

Motorschaden in der zehnten Stunde

Nach ungefähr zehn Stunden musste die Startnummer 86 mit einem Motorschaden aufgeben. Die Ergebnislisten führen den Peugeot entsprechend als Ausfall aufgrund eines Motorschadens. Damit endete der einzige Renneinsatz des außergewöhnlichen Vans deutlich vor dem Ziel.

Auf eine detaillierte Rekonstruktion des Schadens lässt sich aus den belastbaren Quellen dagegen verzichten. Verschiedene spätere Erzählungen nennen unterschiedliche mechanische Probleme und Kausalketten. Sicher ist vor allem: Der Wagen kämpfte im Verlauf des Rennens mit mehreren Defekten, bevor der Motor in der zehnten Stunde endgültig aufgab.

Der Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Spa 1995 ging an Peter Kox, Joachim Winkelhock und Steve Soper für BMW. Sportlich blieb der Peugeot damit eine Randnotiz im offiziellen Endergebnis. Seine historische Bedeutung entwickelte sich aus einem ganz anderen Grund.

Warum der Peugeot 806 trotzdem kein gescheiterter PR-Gag war

Ein Ausfall nach zehn Stunden klingt zunächst nicht nach einem erfolgreichen Rennprogramm. Beim 806 Procar greift diese Betrachtung jedoch zu kurz.

Das Fahrzeug war in ungefähr zwei Monaten entstanden, ohne dass Peugeot dafür ein neues Rennwagenkonzept von Grund auf entwickeln konnte. Trotzdem erreichten Witmeur, Bachelart und Verellen den zwölften Startplatz und damit eine Position, die weit über den Erwartungen lag, die ein Außenstehender an einen umgebauten Familienvan haben konnte.

Vor allem gelang es Peugeot, den 806 mit einer Geschichte zu verbinden, die Jahrzehnte später noch erzählt wird. Während zahlreiche besser platzierte Fahrzeuge des Rennens heute vor allem Spezialisten bekannt sind, entwickelte sich die Startnummer 86 zu einem der bekanntesten Einzelstücke der Spa-Geschichte.

Dass Witmeur Jahre später noch von applaudierenden Zuschauern am Raidillon berichtete, zeigt, wie unmittelbar das Konzept funktionierte. Das Projekt erzeugte Aufmerksamkeit nicht nur durch sein Aussehen, sondern durch die Kombination aus ungewöhnlicher Ausgangsbasis und glaubwürdiger sportlicher Leistung.

Kein Espace F1: Warum der 806 eine Sonderstellung besitzt

Der Peugeot 806 wird häufig mit dem Renault Espace F1 verglichen. Auf den ersten Blick liegt das nahe. Beide entstanden in den 1990er-Jahren und verbanden die Karosserieform eines Vans mit außergewöhnlicher Motorsporttechnik.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im Einsatz. Der 1994 präsentierte Espace F1 war ein spektakuläres Demonstrationsfahrzeug mit Formel-1-Technik. Er wurde für Präsentationsfahrten gebaut und nie in einem regulären Langstreckenrennen eingesetzt.

Der Peugeot war wesentlich weniger extrem motorisiert, dafür aber ein echter Rennwagen. Er qualifizierte sich unter Wettbewerbsbedingungen, startete gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern und musste dieselben Anforderungen eines 24-Stunden-Rennens bewältigen wie seine Konkurrenz. Gerade deshalb besitzt der 806 Procar innerhalb der vielen ungewöhnlichen Marketingfahrzeuge der 1990er-Jahre eine besondere Stellung.

Er war kein Fantasieprojekt darüber, wie schnell ein Van theoretisch sein könnte. Er musste beweisen, wie schnell ein solcher Van tatsächlich sein konnte.

Es blieb bei einem einzigen Renneinsatz

Nach Spa kehrte der Peugeot 806 Procar nicht regulär in den Rennbetrieb zurück. Damit blieb die Teilnahme 1995 sein einziger großer Wettbewerbseinsatz.

Das Einzelstück überlebte jedoch. Der Wagen wurde anschließend über Jahre in der Sammlung von Kronos Racing aufbewahrt. Dort blieb er bis zum Tod von Jean-Pierre Mondron, der Kronos gemeinsam mit Marc Van Dalen aufgebaut hatte. Später gelangte der 806 in den Besitz eines weiteren Eigentümers, bei dem unter anderem Arbeiten am Fahrwerk vorgenommen wurden.

Im Oktober 2022 tauchte das Auto schließlich bei einer Auktion von Aguttes im Umfeld von L’Aventure Peugeot Citroën DS auf. Die Schätzung lag zwischen 50.000 und 80.000 Euro. Verkauft wurde das Einzelstück für 46.000 Euro – allerdings ohne Motor und Getriebe.

Damit begann ein weiteres Kapitel in der Geschichte eines Fahrzeugs, das längst weit mehr Sammlerwert als sportlichen Nutzwert besitzt.

Der Peugeot 806 Procar existiert noch heute

Auch mehr als drei Jahrzehnte nach seinem Spa-Einsatz ist der originale 806 erhalten. Stand August 2026 wird das Fahrzeug vom belgischen Spezialisten Gipimotor in Evere angeboten. Der dort aufgerufene Preis beträgt 57.500 Euro; das Auto wird weiterhin ohne Motor angeboten. Laut Händler ist es vor Ort nach Terminvereinbarung zu besichtigen.

Äußerlich trägt der Peugeot weiterhin seine auffällige Gestaltung aus dem Jahr 1995 mit Walibi sowie Le Vif/L’Express. Dadurch ist das Fahrzeug unmittelbar als jene Startnummer 86 zu erkennen, die damals in Spa für Aufsehen sorgte.

Dass der Wagen überlebt hat, ist für seine historische Bedeutung nicht unwichtig. Anders als viele kurzfristige Marketingprojekte ist der 806 Procar heute noch als reales Zeugnis einer ungewöhnlichen Phase des Tourenwagensports vorhanden.

Der Familienvan, der ernsthaft Rennen fuhr

Der Peugeot 806 Procar braucht keine übertriebene Legendenbildung. Seine tatsächliche Geschichte ist ungewöhnlich genug.

Pascal Witmeur entwickelte aus einer Marketingidee den Plan, einen Familienvan bei den 24 Stunden von Spa einzusetzen. Peugeot Belgien unterstützte das Projekt, Kronos Racing baute innerhalb von rund zwei Monaten ein echtes Wettbewerbsfahrzeug und griff dafür auf vorhandene Technik aus dem Motorsportprogramm der Marke zurück.

Das Resultat qualifizierte sich auf Platz zwölf, wurde Dritter seiner Kategorie und begeisterte mit seinen auffälligen Durchfahrten durch Raidillon die Zuschauer. Nach zehn Stunden beendete ein Motorschaden das Rennen.

Der Peugeot 806 gewann damit weder seine Klasse noch das Rennen. Er bewies aber etwas, das für seine Geschichte wichtiger wurde: Hinter der scheinbar absurden Idee steckte ein funktionierendes Rennfahrzeug.

Und genau deshalb ist der Peugeot 806 Procar bis heute mehr als eine kuriose Fußnote. Er gehört zu den seltenen Motorsportprojekten, bei denen eine ungewöhnliche Marketingidee, echte Ingenieursarbeit und ernsthafter Wettbewerb für einen kurzen Moment tatsächlich zusammenpassten.

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