Als der dunkelgrüne BRM P351 im Juni 1992 auf die Hunaudières-Gerade einbog, gehörte er zu den schnellsten Fahrzeugen des gesamten Le-Mans-Feldes. 216 Meilen pro Stunde, umgerechnet knapp 348 km/h, wurden für den britischen Prototypen gemessen. Nur der schnellste Peugeot war geringfügig schneller. Für einige Runden schien es, als könne eine Marke, die seit den 1970er-Jahren…
Der Toyota TS010 vereinte Formel-1-nahe Technik, enorme aerodynamische Effizienz und echte Siegfähigkeit. Doch als der japanische Hersteller bereit für Le Mans war, zerfiel die Welt, für die dieser Sportwagen gebaut worden war. Kurz nach zwölf Uhr am 20. Juni 1993 schien noch einmal sichtbar zu werden, wozu der Toyota TS010 fähig war. Eddie Irvine jagte…
Der Urknall der Gruppe C: Reglement, Benzin-Diät und eine britische Vision Anfang der 1980er-Jahre befand sich der internationale Langstrecken-Rennsport an einem historischen Wendepunkt. Die Ära der martialischen, aber technologisch starren Spezial-Produktionswagen der Gruppe 5 und die offenen Sportprototypen der Gruppe 6 hatten sich überlebt. Die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) suchte nach einer radikalen Neuausrichtung,…
Einleitung: Das Sterben der Giganten und der radikale Systemwechsel Am Übergang von den 1980er- zu den 1990er-Jahren befand sich der internationale Langstrecken-Motorsport in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Über fast ein Jahrzehnt hinweg hatte die legendäre Gruppe C die Sportwagen-Weltmeisterschaft (WSCC) sowie die 24 Stunden von Le Mans beherrscht. Es war eine Ära, die von monumentalen Turbo-Monstern…
Es gibt Epochen im Motorsport, die man rückblickend nur mit einem ungläubigen Kopfschütteln und einem breiten Grinsen analysieren kann. Die Jahre zwischen 1982 und 1993 gehören definitiv dazu. Es war ein Jahrzehnt, in dem der motorsportliche Wahnsinn destilliert, in hunderte von Zylindern gepresst und mit weit über 350 km/h über die Geraden von Le Mans…