Als der Aston Martin DBR9 im Juni 2007 die GT1-Klasse der 24 Stunden von Le Mans gewann, endete nicht nur eine zweijährige Serie schmerzhafter Niederlagen. Zum ersten Mal seit dem Gesamtsieg des DBR1 im Jahr 1959 stand wieder ein Aston Martin als Klassensieger auf dem Podium des wichtigsten Langstreckenrennens der Welt. David Brabham, Rickard Rydell…
Bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2004 schien die Geschichte endlich den vorgesehenen Verlauf zu nehmen. Der Ferrari 575 GTC von GPC Giesse Squadra Corse führte das Rennen mit anderthalb Runden Vorsprung an. Mika Salo, Fabio Babini, Philipp Peter und Vincent Vosse hatten den älteren Ferrari 550 Maranello von BMS Scuderia Italia hinter sich gelassen.…
Der Nissan R390 GT1 war schnell genug, um bei seinem Debüt Hoffnungen auf den Gesamtsieg zu wecken. Als er ein Jahr später endlich zuverlässig war, hatten Porsche, Toyota und Mercedes die nächste Eskalationsstufe der GT1 bereits erreicht. So blieb Nissan 1998 nur der dritte Platz – und die Erkenntnis, dass sein Le-Mans-Angriff genau in dem…
Der Gillet Vertigo gehörte zu jenen Rennwagen, die bereits durch ihre bloße Anwesenheit auffielen. Während Porsche, Ferrari, Chrysler, Saleen oder Maserati mit etablierten Strukturen und erheblichen Entwicklungsbudgets im internationalen GT-Sport antraten, setzte Gillet auf einen handgefertigten Sportwagen aus einer kleinen belgischen Manufaktur. Der Vertigo war leicht, ungewöhnlich gezeichnet und technisch eigenständig. Vor allem aber war…
Der Jaguar XJ220-C überquerte 1993 die Ziellinie der 24 Stunden von Le Mans als schnellster GT. John Nielsen, David Brabham und David Coulthard hatten einen beschädigten Tank, eine lange Reparatur und den Ausfall der beiden Schwesterwagen überstanden. Nach 306 Runden lag ihr Jaguar zwei Umläufe vor dem nächsten Klassenrivalen. Auf dem Podium wurde gefeiert, doch…
Ein Toyota MR2 gehört nicht zu den Fahrzeugen, die man spontan mit einem großvolumigen V8-Motor, zwei Turboladern und einem Angriff auf die 24 Stunden von Le Mans verbindet. Der kompakte japanische Mittelmotor-Sportwagen war als vergleichsweise erschwinglicher Zweisitzer konzipiert worden. Er sollte Fahrspaß bieten, nicht auf den langen Geraden des Circuit de la Sarthe gegen McLaren,…
Der Maserati MC12 GT1 war größer als vorgesehen, teurer als erwünscht und erfolgreicher, als seine Gegner ertragen konnten. Ausgerechnet der dominanteste GT-Rennwagen seiner Epoche blieb jedoch von jener Strecke ausgeschlossen, für die ein italienischer Zwölfzylinder dieser Klasse geschaffen schien: Le Mans. Als Michael Bartels und Andrea Bertolini im Dezember 2010 in San Luis den Fahrertitel…
Drei Siege bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring innerhalb von vier Jahren, ein zweiter Platz trotz 500 Kilogramm Zusatzgewicht und schließlich ein Rennen, in dem das Auto eine Runde mehr zurücklegte als der offizielle Sieger: Kaum ein Rennwagen steht so sehr für die wilde Übergangszeit des Nürburgring-Langstreckensports um die Jahrtausendwende wie die Chrysler Viper…
Es gab Rennwagen, deren Bedeutung sich nicht allein in Siegen, Rundenzeiten oder Meisterschaftstabellen erfassen ließ. Sie hinterließen ihren Eindruck durch eine bestimmte Form, einen unverwechselbaren Klang und die beinahe körperliche Präsenz, mit der sie eine Rennstrecke beherrschten. Der Marcos LM600 gehörte zu dieser seltenen Art von Fahrzeugen. Breit, niedrig und sichtbar aus einer anderen Welt…
Wenn die Abenddämmerung über den Ardennenkurs von Spa-Francorchamps hereinbricht, kündigt sich eine Zeitenwende im modernen Langstreckensport meist leise an. Doch zur Jahrtausendwende war alles anders. Zwischen den hochgezüchteten Werksrennwagen der Werksteams mischte sich ein akustisches Phänomen, das die Boxenmauern erzittern ließ: Ein tiefes, grollendes Hämmern, das unverkennbar von zwölf Zylindern und sieben Litern Hubraum kündete.…