Als Audi im Juni 1999 erstmals mit einem Werksteam bei den 24 Stunden von Le Mans antrat, war noch nichts von jener Selbstverständlichkeit zu spüren, mit der die vier Ringe wenige Jahre später mit dem Rennen verbunden wurden. Audi hatte in Rallye, DTM und Supertourenwagen bereits internationale Erfolge gefeiert, doch einen modernen Sportprototypen hatte die…
Mitte der 1990er-Jahre hätte der Porsche 962 eigentlich längst Geschichte sein müssen. Das Grundkonzept stammte aus einer anderen Motorsportwelt: Gruppe C, Ground Effect, Verbrauchsreglement und geschlossene Prototypen hatten die 1980er-Jahre geprägt. Doch als neue Regeln offene Sportprototypen verlangten, verschwand die Technik nicht einfach. Bei Kremer Racing in Köln entstand aus ihr noch einmal ein vollkommen…
Als Audi 1999 erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans antrat, brachte die Marke nicht nur einen neuen Prototypen mit. Sie trat gleichzeitig mit zwei völlig unterschiedlichen Konzepten an. Der offene R8R sollte mit bewährter Roadster-Architektur Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit bieten. Daneben entstand mit dem Audi R8C ein radikales geschlossenes Coupé, das die aerodynamischen Möglichkeiten…
Eigentlich sollte der Porsche RS Spyder gar nicht um Gesamtsiege kämpfen. Als Porsche den offenen Prototypen 2005 präsentierte, war seine Aufgabe klar definiert: Er gehörte in die LMP2, die kleinere Kategorie unterhalb der leistungsstärkeren LMP1. Dort warteten Fahrzeuge wie der Audi R8 und später der Audi R10 TDI oder der Peugeot 908 HDi FAP. Doch…
Als die LMP675 zu Beginn der 2000er-Jahre ihre kurze Geschichte begann, gehörte der Lola B2K/40 zu ihren ersten Gewinnern. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2000 brachte Multimatic Motorsport den kleinen offenen Prototypen über die Distanz und gewann die Klasse. Dabei war der B2K/40 ursprünglich gar nicht als kompromissloses LMP675-Projekt entstanden. Lola hatte ihn vielmehr als…
Der Courage C51 war kein Werksauto eines großen Automobilkonzerns und kein Prototyp, der mit spektakulären Gesamtsiegen in die Geschichte einging. Trotzdem erzählt er viel über die internationale Sportwagenszene der späten 1990er-Jahre. Der offene französische LMP1-Prototyp entstand in einer Zeit, in der private Konstrukteure gegen die finanziell übermächtige Konkurrenz großer Hersteller antraten. Sein Motor kam von…
BMW hatte Le Mans schon einmal gewonnen – zumindest als Motorenlieferant. 1995 triumphierte der McLaren F1 GTR mit einem Zwölfzylinder aus München. Doch vier Jahre später wollte der Hersteller mehr: einen Gesamtsieg mit einem eigenen Prototypen, einem eigenen Werksteam und einem Programm, das ausdrücklich auf den größten Langstreckenklassiker der Welt zugeschnitten war. Das Ergebnis war…
Als Audi 2001 in Le Mans einen weiteren Doppelsieg feierte und Bentley bei seiner Rückkehr auf das Podium fuhr, erschien auf Rang fünf ein wesentlich unscheinbarerer Prototyp. Der Reynard 2KQ-LM von ROC Auto hatte weder die Ressourcen eines großen Werksteams noch einen Motor, der ihn auf Augenhöhe mit den stärksten Fahrzeugen des Feldes brachte. Trotzdem…
Als Ende der 1990er-Jahre immer mehr Hersteller mit technisch ausgefeilten Mittelmotor-Prototypen nach Le Mans kamen, entschied sich Panoz für einen anderen Weg. Der amerikanische Hersteller setzte auf einen großvolumigen V8 vor dem Fahrer, eine ungewöhnlich lange Motorhaube und eine Silhouette, die mit den etablierten Vorstellungen eines modernen Sportprototyps brach. Was zunächst wie eine eigenwillige Außenseiterlösung…
Ein 675 Kilogramm leichter Prototyp, ein nur zwei Liter großer Vierzylindermotor und als Gegner der Audi R8: Auf dem Papier wirkte der MG-Lola EX257 wie ein Fahrzeug aus einer anderen Leistungsklasse. Auf der Strecke sah das zeitweise vollkommen anders aus. Der für das LMP675-Reglement entwickelte Rennwagen gehörte zu den schnellsten Sportprototypen seiner Zeit und brachte…