Der Jaguar XJ220-C überquerte 1993 die Ziellinie der 24 Stunden von Le Mans als schnellster GT. John Nielsen, David Brabham und David Coulthard hatten einen beschädigten Tank, eine lange Reparatur und den Ausfall der beiden Schwesterwagen überstanden. Nach 306 Runden lag ihr Jaguar zwei Umläufe vor dem nächsten Klassenrivalen. Auf dem Podium wurde gefeiert, doch…
Ein Toyota MR2 gehört nicht zu den Fahrzeugen, die man spontan mit einem großvolumigen V8-Motor, zwei Turboladern und einem Angriff auf die 24 Stunden von Le Mans verbindet. Der kompakte japanische Mittelmotor-Sportwagen war als vergleichsweise erschwinglicher Zweisitzer konzipiert worden. Er sollte Fahrspaß bieten, nicht auf den langen Geraden des Circuit de la Sarthe gegen McLaren,…
Der Maserati MC12 GT1 war größer als vorgesehen, teurer als erwünscht und erfolgreicher, als seine Gegner ertragen konnten. Ausgerechnet der dominanteste GT-Rennwagen seiner Epoche blieb jedoch von jener Strecke ausgeschlossen, für die ein italienischer Zwölfzylinder dieser Klasse geschaffen schien: Le Mans. Als Michael Bartels und Andrea Bertolini im Dezember 2010 in San Luis den Fahrertitel…
Der Pescarolo C60 war kein vollkommen neu entwickelter Rennwagen. Seine Geschichte begann bei Courage Compétition, führte über unterschiedliche Motorenkonzepte und endete in einer weitreichend überarbeiteten Ausbaustufe, die als C60 Hybrid bekannt wurde. Einen elektrischen Antrieb besaß das Fahrzeug allerdings nie. Der Zusatz „Hybrid“ bezeichnete vielmehr die Verbindung eines älteren LMP900-Chassis mit technischen Elementen des neuen…
Peugeot hatte den nächsten Schritt im Langstreckenrennen beinahe vollendet. Der 908 HYbrid4 verband einen kompakten Diesel-V8 mit einem elektrischen Zusatzantrieb, speicherte Bremsenergie in einer Hochvoltbatterie und war für den Einsatz in der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft vorgesehen. Das Auto absolvierte Testfahrten, seine Technik funktionierte und die Ingenieure arbeiteten bereits an den letzten Schwachstellen. Dennoch nahm der weiße…
Es gibt Rennwagen, deren Bedeutung sich unmittelbar aus ihrer Erfolgsbilanz erschließt. Sie gewinnen große Rennen, brechen Rekorde oder prägen eine technische Epoche. Der Courage C36 gehört nicht zu dieser Gruppe. Er gewann weder die 24 Stunden von Le Mans noch eine internationale Meisterschaft. Trotzdem erzählt seine Geschichte viel über den Langstreckensport der 1990er-Jahre. Der offene…
Drei Siege bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring innerhalb von vier Jahren, ein zweiter Platz trotz 500 Kilogramm Zusatzgewicht und schließlich ein Rennen, in dem das Auto eine Runde mehr zurücklegte als der offizielle Sieger: Kaum ein Rennwagen steht so sehr für die wilde Übergangszeit des Nürburgring-Langstreckensports um die Jahrtausendwende wie die Chrysler Viper…
Es gab Rennwagen, deren Bedeutung sich nicht allein in Siegen, Rundenzeiten oder Meisterschaftstabellen erfassen ließ. Sie hinterließen ihren Eindruck durch eine bestimmte Form, einen unverwechselbaren Klang und die beinahe körperliche Präsenz, mit der sie eine Rennstrecke beherrschten. Der Marcos LM600 gehörte zu dieser seltenen Art von Fahrzeugen. Breit, niedrig und sichtbar aus einer anderen Welt…
Es ist der 17. Juni 2006 an der Sarthe. Die französische Juni-Sonne brennt auf den Asphalt der Start-Ziel-Geraden von Le Mans, während sich das Feld der 74. Auflage des legendärsten 24-Stunden-Rennens der Welt formiert. Doch etwas ist grundlegend anders als in all den Jahrzehnten zuvor. Als die Startflagge fällt, bleibt das gewohnte, markerschütternde Brüllen hochdrehender…
Wie aerodynamische Blindgänger, thermische Sackgassen und eine britisch-bayerische Zweckheirat den Weg zum Le-Mans-Triumph ebneten Der Triumph des BMW V12 LMR bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1999 ist fest im kollektiven Gedächtnis des Motorsports verankert. Doch jener glorreiche Sieg an der Sarthe war kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat einer bitteren, fast demütigenden…