Der Porsche 917 besitzt den größeren Mythos. Er gewann Le Mans, beherrschte die Sportwagen-Weltmeisterschaft und wurde durch Steve McQueens Kinofilm zur Ikone. Doch der Weg dorthin führte über einen Rennwagen, der weniger berühmt, für Porsches Aufstieg aber kaum weniger wichtig war. Der Porsche 908 brachte dem Hersteller 1969 den ersten Markentitel seiner Geschichte, verpasste den…
Als der Saleen S7-R mit der Startnummer 50 am 13. Juni 2010 die Ziellinie der 24 Stunden von Le Mans überquerte, gehörte er längst zu den ältesten Konstruktionen im Feld. Audi und Peugeot kämpften mit hoch entwickelten Dieselprototypen um den Gesamtsieg, während in der GT1-Klasse bereits Fahrzeuge einer jüngeren Generation aufgetaucht waren. Der Saleen dagegen…
Am Donnerstagabend vor den 24 Stunden von Le Mans 2008 schob sich ein weißer japanischer Prototyp auf den achten Startplatz. Vor ihm standen drei Peugeot, drei Audi und ein Lola mit Aston-Martin-Motor. Hinter ihm folgten etablierte Mannschaften wie Pescarolo und Oreca. Die Runde in 3:26,928 Minuten machte deutlich, dass der Dome S102 mehr war als…
Als der Aston Martin DBR9 im Juni 2007 die GT1-Klasse der 24 Stunden von Le Mans gewann, endete nicht nur eine zweijährige Serie schmerzhafter Niederlagen. Zum ersten Mal seit dem Gesamtsieg des DBR1 im Jahr 1959 stand wieder ein Aston Martin als Klassensieger auf dem Podium des wichtigsten Langstreckenrennens der Welt. David Brabham, Rickard Rydell…
Der Toyota TS010 vereinte Formel-1-nahe Technik, enorme aerodynamische Effizienz und echte Siegfähigkeit. Doch als der japanische Hersteller bereit für Le Mans war, zerfiel die Welt, für die dieser Sportwagen gebaut worden war. Kurz nach zwölf Uhr am 20. Juni 1993 schien noch einmal sichtbar zu werden, wozu der Toyota TS010 fähig war. Eddie Irvine jagte…
Der Embassy WF01 gehört zu jener Gruppe von Le-Mans-Prototypen, deren Bedeutung sich nicht an Siegen oder Meisterschaften ablesen lässt. Der britische LMP2 trat lediglich während einer einzigen vollständigen Saison an, gewann kein Rennen und erreichte nie ein Klassenpodium bei den 24 Stunden von Le Mans. Trotzdem war das Projekt wesentlich ambitionierter, als seine kurze Statistik…
Bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2004 schien die Geschichte endlich den vorgesehenen Verlauf zu nehmen. Der Ferrari 575 GTC von GPC Giesse Squadra Corse führte das Rennen mit anderthalb Runden Vorsprung an. Mika Salo, Fabio Babini, Philipp Peter und Vincent Vosse hatten den älteren Ferrari 550 Maranello von BMS Scuderia Italia hinter sich gelassen.…
Der Nissan R390 GT1 war schnell genug, um bei seinem Debüt Hoffnungen auf den Gesamtsieg zu wecken. Als er ein Jahr später endlich zuverlässig war, hatten Porsche, Toyota und Mercedes die nächste Eskalationsstufe der GT1 bereits erreicht. So blieb Nissan 1998 nur der dritte Platz – und die Erkenntnis, dass sein Le-Mans-Angriff genau in dem…
Der Gillet Vertigo gehörte zu jenen Rennwagen, die bereits durch ihre bloße Anwesenheit auffielen. Während Porsche, Ferrari, Chrysler, Saleen oder Maserati mit etablierten Strukturen und erheblichen Entwicklungsbudgets im internationalen GT-Sport antraten, setzte Gillet auf einen handgefertigten Sportwagen aus einer kleinen belgischen Manufaktur. Der Vertigo war leicht, ungewöhnlich gezeichnet und technisch eigenständig. Vor allem aber war…
Die 24 Stunden von Spa-Francorchamps gehören zu den ältesten Langstreckenrennen der Welt und zugleich zu den anpassungsfähigsten. Anders als Le Mans blieb die Veranstaltung nicht über Jahrzehnte an eine dominante technische Grundidee gebunden. Sie begann 1924 als internationaler Ausdauer-Grand-Prix, verschwand mehrfach aus dem Kalender, wurde 1964 als Tourenwagenrennen neu erfunden, suchte nach dem Ende der…