Als der Aston Martin DBR9 im Juni 2007 die GT1-Klasse der 24 Stunden von Le Mans gewann, endete nicht nur eine zweijährige Serie schmerzhafter Niederlagen. Zum ersten Mal seit dem Gesamtsieg des DBR1 im Jahr 1959 stand wieder ein Aston Martin als Klassensieger auf dem Podium des wichtigsten Langstreckenrennens der Welt. David Brabham, Rickard Rydell…
Der Toyota TS010 vereinte Formel-1-nahe Technik, enorme aerodynamische Effizienz und echte Siegfähigkeit. Doch als der japanische Hersteller bereit für Le Mans war, zerfiel die Welt, für die dieser Sportwagen gebaut worden war. Kurz nach zwölf Uhr am 20. Juni 1993 schien noch einmal sichtbar zu werden, wozu der Toyota TS010 fähig war. Eddie Irvine jagte…
Der Embassy WF01 gehört zu jener Gruppe von Le-Mans-Prototypen, deren Bedeutung sich nicht an Siegen oder Meisterschaften ablesen lässt. Der britische LMP2 trat lediglich während einer einzigen vollständigen Saison an, gewann kein Rennen und erreichte nie ein Klassenpodium bei den 24 Stunden von Le Mans. Trotzdem war das Projekt wesentlich ambitionierter, als seine kurze Statistik…
Bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps 2004 schien die Geschichte endlich den vorgesehenen Verlauf zu nehmen. Der Ferrari 575 GTC von GPC Giesse Squadra Corse führte das Rennen mit anderthalb Runden Vorsprung an. Mika Salo, Fabio Babini, Philipp Peter und Vincent Vosse hatten den älteren Ferrari 550 Maranello von BMS Scuderia Italia hinter sich gelassen.…
Der Nissan R390 GT1 war schnell genug, um bei seinem Debüt Hoffnungen auf den Gesamtsieg zu wecken. Als er ein Jahr später endlich zuverlässig war, hatten Porsche, Toyota und Mercedes die nächste Eskalationsstufe der GT1 bereits erreicht. So blieb Nissan 1998 nur der dritte Platz – und die Erkenntnis, dass sein Le-Mans-Angriff genau in dem…
Der Jaguar XJ220-C überquerte 1993 die Ziellinie der 24 Stunden von Le Mans als schnellster GT. John Nielsen, David Brabham und David Coulthard hatten einen beschädigten Tank, eine lange Reparatur und den Ausfall der beiden Schwesterwagen überstanden. Nach 306 Runden lag ihr Jaguar zwei Umläufe vor dem nächsten Klassenrivalen. Auf dem Podium wurde gefeiert, doch…
Ein Toyota MR2 gehört nicht zu den Fahrzeugen, die man spontan mit einem großvolumigen V8-Motor, zwei Turboladern und einem Angriff auf die 24 Stunden von Le Mans verbindet. Der kompakte japanische Mittelmotor-Sportwagen war als vergleichsweise erschwinglicher Zweisitzer konzipiert worden. Er sollte Fahrspaß bieten, nicht auf den langen Geraden des Circuit de la Sarthe gegen McLaren,…
Der Pescarolo C60 war kein vollkommen neu entwickelter Rennwagen. Seine Geschichte begann bei Courage Compétition, führte über unterschiedliche Motorenkonzepte und endete in einer weitreichend überarbeiteten Ausbaustufe, die als C60 Hybrid bekannt wurde. Einen elektrischen Antrieb besaß das Fahrzeug allerdings nie. Der Zusatz „Hybrid“ bezeichnete vielmehr die Verbindung eines älteren LMP900-Chassis mit technischen Elementen des neuen…
Peugeot hatte den nächsten Schritt im Langstreckenrennen beinahe vollendet. Der 908 HYbrid4 verband einen kompakten Diesel-V8 mit einem elektrischen Zusatzantrieb, speicherte Bremsenergie in einer Hochvoltbatterie und war für den Einsatz in der neuen Langstrecken-Weltmeisterschaft vorgesehen. Das Auto absolvierte Testfahrten, seine Technik funktionierte und die Ingenieure arbeiteten bereits an den letzten Schwachstellen. Dennoch nahm der weiße…
Es gibt Rennwagen, deren Bedeutung sich unmittelbar aus ihrer Erfolgsbilanz erschließt. Sie gewinnen große Rennen, brechen Rekorde oder prägen eine technische Epoche. Der Courage C36 gehört nicht zu dieser Gruppe. Er gewann weder die 24 Stunden von Le Mans noch eine internationale Meisterschaft. Trotzdem erzählt seine Geschichte viel über den Langstreckensport der 1990er-Jahre. Der offene…